AMÖ News

Bildquelle: ©utah778 - stock.adobe.com

Die Arbeitsplätze in den Möbelspeditionen in Deutschland sind und bleiben sicher – jedenfalls in solchen, die im Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und seinen Landesverbänden Mitglied sind. Wie eine erneute Umfrage der AMÖ unter ihren rund 800 Mitgliedsunternehmen zeigt, wurde das Personal in neun von zehn Unternehmen ohne Kündigungen weiterbeschäftigt. Nur bei drei Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen könnte es infolge der Corona-Krise zu Entlassungen kommen.

Weil aufgrund der Kündigungsfristen unter anderem Wohnungswechsel nicht vor einem Virus haltmachen können, sind die Auftragsbücher gut gefüllt: Für Privatumzüge von Selbstzahlern verzeichneten acht von zehn der Befragten keine oder nur mäßige Umsatzrückgänge. Im Segment Erstattungsumzüge stellten drei von vier Befragte keine oder nur mäßige Umsatzeinbußen fest. Im Bereich der Objektumzüge sowie in der Neumöbellogistik lag die Quote bei noch rund zwei Drittel.

Kurzarbeit ist im Gewerbe fast kein Thema: Weniger als jeder fünfte Umfrageteilnehmer gab an, im September und/oder Oktober 2020 Kurzarbeitergeld beantragt zu haben, um die wichtigen Fachkräfte in den Unternehmen halten zu können.

Möbelspeditionen finanziell „auf gesunden Beinen“

Damit setzen die in der AMÖ organisierten Möbelspediteure ein positives und verantwortungsvolles Zeichen an ihr Personal und stellen einmal mehr die Anpassungsfähigkeit einer Branche unter Beweis, die schon zahlreiche Krisen erlebt und überstanden hat und mit ihren aktuellen Entscheidungen die Existenzfähigkeit während und nach der Corona-Pandemie gesichert hat.

Ein weiterer Beleg: Acht von zehn AMÖ-Betriebe hatten zum Zeitpunkt der Befragung bei der KfW keine Liquiditätshilfe beantragt bzw. planten dies auch nicht. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer macht auch von den Soforthilfen keinen Gebrauch.

Ebenso haben sich die Investitionsplanungen verbessert: Gaben in der Erstbefragung noch vier von zehn AMÖ-Mitgliedsunternehmen an, bis zu 50 Prozent ihrer geplanten Investitionen zurückstellen, lag der Anteil jetzt bei nur noch einem Drittel. Zudem will laut aktueller Umfrage nur noch etwa jeder Fünfte die geplanten Investitionen aus Gründen der Liquiditätssicherung und entstehender Folgekosten sogar komplett zusammenstreichen.

Als Resümee bleibt festzuhalten: AMÖ-Mitgliedsunternehmen weisen eine solide Eigenkapitalausstattung vor und stehen trotz Corona-Krise auf einem vergleichsweise festen Fundament. Im Vergleich zur Umfrage im April 2020 äußern sich die Mitgliedsunternehmen im September auch insgesamt weitaus optimistischer zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Verbraucher und gewerbliche Auftraggeber können sich gewiss sein, dass ihre Aufträge heute wie in Zukunft gewohnt zuverlässig und professionell ausgeführt werden, auch wenn angesichts der behördlichen Auflagen der Aufwand in einigen Bereichen steigen wird

Bildquelle: AMÖ

Frank Schäfer ist als Präsident der AMÖ im Amt bestätigt worden. Das haben die Delegierten auf ihrer virtuellen Versammlung am Donnerstag, 22. Oktober 2020, mit ihren schriftlichen Stimmabgaben entschieden. Auch die Vizepräsidenten Dr. Martin Ahnefeld, Stefan Klein und Jürgen Zantis wurden für eine weitere Amtsperiode gewählt.

„Ich bedanke mich auch im Namen meiner Vizepräsidenten, die heute Corona-bedingt leider nicht anwesend sein können, für den Vertrauensbeweis und darüber, für drei weitere Jahre im Präsidium der AMÖ aktiv für die im Verband organisierten Möbelspediteure tätig sein zu dürfen“, sendete Schäfer seine Dankesworte zur Wiederwahl in die Kamera. Als eine der größeren Herausforderungen zu Beginn der zweiten Amtsperiode sieht Schäfer die aktuelle Corona-Pandemie, in der es seit Ausbruch verstärkt darum gehe, die Mitgliedsbetriebe adäquat zu begleiten und zu unterstützen, damit deren unternehmerische Tätigkeit nicht noch weiter eingeschränkt werde. „Wir werden auch weiterhin unser Möglichstes tun, um Ihnen die richtigen Hilfestellungen für Ihre tägliche Arbeit zu bieten!“

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. veranstalte seine Delegiertenversammlung aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie virtuell. Dabei wurde der Seminarraum der AMÖ-Geschäftsstelle in Hattersheim am Main in ein kleines Sendestudio umfunktioniert. Durch die Veranstaltung führten als Gastgeber AMÖ-Präsident Frank Schäfer und AMÖ-Hauptgeschäftsführer Dierk Hochgesang. Die an der virtuellen Versammlung teilnehmenden Mitgliedsunternehmen, Vertreter der Partnerverbände sowie übrigen Gäste hatten bei der Versammlung des obersten Organs zur Willensbildung in der AMÖ die außerordentliche Gelegenheit, sich ohne reisen zu müssen aus erster Hand über aktuelle und künftige Entwicklungen im Bundesverband und im Gewerbe zu informieren.

Neue Beitragsordnung beschlossen

Die Wahl des Präsidiums und sämtliche Beschlussfassungen erfolgten im Vorfeld der Mitgliederversammlung im schriftlichen Verfahren. Neben den üblichen Beschlüssen über den Haushalt der AMÖ wurde außerdem die neue Beitragsordnung der AMÖ beschlossen. Die Ergebnisse der schriftlichen Abstimmungen wurden während der Veranstaltungen durch Rechtsanwalt Heiko Nagel, Geschäftsführer im Verband des Verkehrsgewerbes Rheinhessen-Pfalz, und Andreas Funke, Vorsitzender im Fachverband Möbelspedition, Umzugslogistik und Relocation Hessen e.V. ermittelt und live bekanntgegeben.

Zum Abschluss betonte Hochgesang, dass diese Form einer Mitgliederversammlung hoffentlich ein einmaliges Ereignis bleiben werde. „Die Vorbereitungen für eine reale Präsenzveranstaltung im Jahr 2021, dann wieder im Rahmen der Messe MöLo vom 29. bis 30. September in Essen, laufen bereits.“

Bildquelle: BGL

Mit der „MobilitätsRente“ schaffen die Verkehrsverbände attraktive Angebote bei Altersvorsorge sowie Kranken- und Unfallversicherung für alle Unternehmen in den Bereichen Spedition und Logistik, Lagerhaltung, Güterverkehr, Entsorgung und Personenbeförderung. Das gemeinsame „Versorgungswerk der Verkehrswirtschaft e.V. (VVW)“ bündelt die bisherigen Einzelaktivitäten der Verbände zur sozialen Absicherung der Beschäftigten ihrer Branchen und trägt dazu bei, die bestehenden Leistungen zu stärken und den Umfang der betrieblichen Altersversorgung zu erhöhen.

Breites Angebot an Vorsorgelösungen

Im neuen Versorgungswerk VVW verschmelzen das bestehende Versorgungswerk Transport, Spedition und Logistik Deutschland e.V. (TSL) und das SVL Versorgungswerk des Straßenverkehrs- und Logistikgewerbes e.V.. Unternehmen der Güter- und Personenverkehrsbranche können ab sofort aus dem breiten Produktportfolio der exklusiven Versicherungspartner Allianz und R+V Versicherung auswählen.

Im VVW werden wie bisher Direktversicherung, Pensionszusage und Unterstützungskasse für die Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung angeboten, neu hinzu kommen künftig Zeitwertkonten, Unfallversicherung und betriebliche Krankenversicherung. Die in den Versorgungswerken TSL und SVL bereits bestehenden Altersvorsorge-Verträge werden ohne Nachteile für die Beschäftigten unverändert fortgeführt.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, sinkenden Rentenniveaus sowie anhaltenden Fachkräftemangels können den Beschäftigten der Verkehrsbranchen durch den Abschluss von Gruppenversicherungsverträgen besonders attraktive Konditionen bei Altersvorsorge sowie Kranken- und Unfallversicherung angeboten werden.

Als zweite Säule der Ruhestandsvorsorge gewinnt die betriebliche Altersversorgung zunehmend an Bedeutung. Mit der „Mobilitäts-Rente“ setzt die Verkehrsbranche ein Zeichen für die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung der Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die grundsätzliche Stärkung der betrieblichen Altersversorgung.

Weitere Informationen zum neuen branchenübergreifenden Versorgungswerk unter www.mobilitaetsrente.de.

Branchenweite soziale Absicherung

Träger des neuen Versorgungswerks sind der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e.V., der Bundesverband Möbelspedition und Logistik e.V. (AMÖ), der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V. (BWVL) sowie die Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG (SVG).

Foto: Regina Sablotny