Meldung von Schwarzarbeit an die Zollbehörden

Die Task Force „Hinweisbearbeitung“ soll dazu beitragen, Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und die Unterschreitung des deutschen Mindestlohns effizienter zu bekämpfen. Dafür ist es auch notwendig, konkrete Hinweise zu sammeln und zur Sachverhaltsermittlung an die Task Force weiterzuleiten. Jeder, der einen Verdacht auf Schwarzarbeit hegt, kann ihn an jeden der beteiligten Verbände oder unmittelbar an die Behörden melden. Die Hinweise können auch anonym gegeben werden, sie müssen aber konkrete Angaben wie Ort, (Firmen) Namen sowie eine konkrete Sachverhaltsbeschreibung und die Art des Verdachts (z.B. Scheinselbstständigkeit, illegale Ausländerbeschäftigung, Mindestlohnverstöße etc.) enthalten.

Eigens hierfür hat die Generalzolldirektion das anliegende Formular entwickelt, mit dessen Hilfe Meldungen über Schwarzarbeit auf einfache Art an die Zollbehörden erfolgen können. Hier finden Sie eine ausführliche Erläuterung.

Über Prüf- und Ermittlungsergebnisse darf die Task Force wegen des strengen Datenschutzes in Deutschland natürlich nicht berichten. Statistische Angaben werden die Verbände jedoch erhalten. Die beteiligten Bundesverbände haben sich darauf verständigt, dass die Koordination durch die AMÖ erfolgen soll. Bis zum nächsten Treffen der Task Force werden alle Hinweise daher auch parallel zentral bei der AMÖ gesammelt. Nur so ist eine statistische Auswertung durch die Bundesverbände und die Zollbehörden möglich. Hierdurch sollen Schwachstellen des Informationsflusses aufgedeckt und wirksam bekämpft sowie ggf. neue Ansatzpunkte für die Prüftätigkeit gewonnen werden.

Um dieses Ziel erreichen zu können, sind alle Bundesverbände auf die Mitwirkung ihrer Mitglieder und derjenigen, die durch Schwarzarbeit geschädigt werden, angewiesen. Daher möchten wir Sie bitten, die durch Sie gegenüber der Generalzolldirektion ergehenden Hinweise mithilfe des Formulars abzugeben und zusätzlich zur statistischen Auswertung der AMÖ zuzuleiten (info@amoe.de).

Am 24. Oktober 2017 fand die Auftaktveranstaltung der Task Force „Hinweisbearbeitung“ im Aktionsbündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Branche „Spedition – Transport – Logistik (STL)“ im Hause der Generalzolldirektion in Köln statt. Neben dem Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) und dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) waren an der Auftaktveranstaltung Vertreter des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), der Generalzolldirektion, des Hauptzollamtes Erfurt, des Hauptzollamtes Koblenz, des Bundesamtes für Güterverkehr und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) beteiligt.

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