BMWI fördert Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat ein neues bundesweites Förderprogramm („go digital“) gestartet, mit dem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe dabei unterstützt werden sollen, die eigene Digitalisierung auf den Feldern IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse voranzutreiben. 

Mit seinen drei Modulen "IT-Sicherheit", "Digitale Markterschließung" und "Digitalisierte Geschäftsprozesse" richtet sich das Förderprogramm "go-digital" gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk. Mit dem Programm werden Beratungsleistungen gefördert, um mit den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten.

Um die Unternehmen in bürokratischen Erfordernissen zu entlasten, übernehmen autorisierte Beratungsunternehmen die Antragstellung für die Förderung. Sie sind nicht nur für die Antragstellung und die Beratungsleistung von der Analyse bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen selbst zuständig, sondern auch für die Abrechnung und die Verwendungsnachweisprüfung. Alle für das Förderprogramm "go-digital" autorisierten Beratungsunternehmen werden zukünftig auf der eigens eingerichteten Website des Programms veröffentlicht - gegenwärtig läuft der Autorisierungsprozess der Beratungsunternehmen.

Gefördert werden Beratungsleistungen in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“. Im Rahmen der Antragstellung muss ein Hauptmodul gewählt werden, welches mindestens 51 Prozent des Beratungsvolumens ausmacht. Da sich die Themenbereiche der Module teilweise überschneiden, können nach Bedarf ein beziehungsweise zwei Nebenmodule zusätzlich gewählt werden. Der Fördersatz ist festgesetzt auf 50 Prozent bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro. Der Förderumfang beträgt maximal 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr.

Geförderte Unternehmen können zukünftig von autorisierten Beratungsunternehmen Expertise und Unterstützung bei der Digitalisierung einholen: von der Analyse bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen.

Kriterien für zu fördernde Unternehmen:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial
  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung (Achtung: hier kann es zu einer Kollision mit der De-minimis-Regelung im Rahmen der Mautharmonisierung kommen).

Ab Herbst 2017 sollen die autorisierten Beratungsunternehmen Projektanträge für KMU mit weniger als 100 Beschäftigten stellen können.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.bmwi-go-digital.de.

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