Bilderservice für AMÖ-Mitglieder

Wir haben Pressefotos erstellen lassen, die übliche Situationen bei Wohnungsumzügen zeigen. AMÖ-Mitgliedsbetriebe können diese kostenlos auf ihrer Internetseite nutzen.

Darf ich das Stockfoto auch auf Facebook posten? Wie lautet die korrekte Bildangabe? Bei der Verwendung von Fotos im Internet kommt es immer wieder zu Urheberrechtsverstößen, wenn manchmal auch einfach nur versehentlich. Solche Verstöße können nicht nur teuer werden. Bereits die Beschaffung der Nutzungserlaubnis kann aufwendig sein. Warum also nicht auf Pressefotos aus dem eigenen Pool zurückgreifen? Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bilder sind kostenlos, die Nutzungserlaubnis ist klar geregelt, und alle, die diese Fotos nutzen, geben beim Kunden ein einheitliches Bild ab, wodurch auch gemeinschaftliche Botschaften breiter gestreut werden.

Beratungsszenarien, alltägliche Umzugssituationen wie Sofa- oder Kistentragen, die üblichen Symbolbilder, die das Einpacken von Umzugsgütern zeigen: Auch Möbelspediteure greifen bei Illustration rund ums Thema Wohnungsumzüge auf der eigenen Internetseite auf Stockfotos zurück. Viele Bilder, die wir dort entdeckt haben, sind natürlich nicht zu beanstanden. Allerdings sind sie, weil Stockmaterial, neutral und zeigen deshalb unter anderem Logo-freie Umzugskartons oder Möbelpacker in Logo-freier Kleidung.

Aussagekräftig statt inhaltsleer

Die AMÖ hat zur Stärkung der Verbraucherkommunikation vor einiger Zeit Pressefotos beauftragt, die ebenfalls Situationen aus dem Umzugsalltag zeigen: Von der Beratung über das Verpacken bis hin zum Möbeltransport. Das rollende Känguru und/oder unser Slogan „Wir sind Umzug“ sind auf vielen dieser Bilder für Verbraucher gut erkennbar, die Verbindung zu Seriosität und Vertrauen damit schnell geknüpft. Warum also noch mit inhaltsleeren Bildern werben, wenn es auch aussagekräftig geht?

AMÖ-Mitgliedsbetriebe können die Bilder ab sofort kostenlos im Mitgliederbereich unter www.amoe.de/pressefotos downloaden und mit der Bildquelle „AMÖ“ auf ihren Internetseiten nutzen. Die Nutzung ist ausschließlich unseren Mitgliedsbetrieben vorbehalten.

EuGH urteilt zugunsten der Urheber

Wie juristisch mit der unerlaubten Nutzung von Bildern im Internet verfahren wird, hat übrigens der Europäische Gerichtshof (EuGH) im August dieses Jahres entschieden (Az. C-161/17). Demnach bedarf die Nutzung eines Fotos auch dann der Zustimmung des Fotografen, wenn es vorher im Internet frei zugänglich war. Das bedeutet: Wer ohne Erlaubnis Bilder von anderen Webseiten auf seine Seite stellt, verletzt das Urheberrecht – auch wenn er dabei die Quelle angibt. Das Urteil sollte bei der Verwendung von Fotos zu Werbezwecken unbedingt Beachtung finden.

Im entschiedenen Fall war auf der Internetseite einer Schule in Nordrhein-Westfalen ein Schülerreferat aus der Spanisch-AG abrufbar, das auch ein Foto der Stadt Cordoba abbildete. Darunter befand sich ein Hinweis auf die Website des Online-Reisemagazin-Portals, auf der das Foto frei zugänglich zu sehen war. Der Fotograf des Fotos macht geltend, dass er lediglich diesem Online-Portal erlaubt habe, das Foto zu nutzen. Die Veröffentlichung auf der eigenen Website der Schule – ohne seine Zustimmung – verletze sein Urheberrecht. Der Berufsfotograf nahm daher das Land als Träger der Schule auf Unterlassung und Schadensersatz in Höhe von 400 Euro in Anspruch.

Dem Antrag wurde in den ersten beiden Instanzen stattgegeben. In der Vergangenheit tendierte der Bundesgerichtshof (BGH) ebenfalls dazu, eine Urheberrechtsverletzung anzunehmen (Beschl. v. 23.02 2017, Az. I ZR 267/15). In den früher entschiedenen Fällen wurde auf die betroffenen Bilder allerdings lediglich verlinkt und sie wurden nicht zunächst heruntergeladen und dann unmittelbar eingebunden.

Abspeichern und neu hochladen verboten

Im aktuell entschiedenen Fall wurde auf das Bild allerdings nicht lediglich verlinkt, sondern zunächst heruntergeladen und dann in das Referat eingebunden (Framing). Beim Framing bleibt das Werk nicht ausschließlich im Zugriffsbereich des Berechtigten. Beim Abspeichern und anschließendem Hochladen findet dagegen eine Vervielfältigungshandlung statt, an die der Urheberrechtsinhaber in der Regel nicht denkt, wenn er eine Veröffentlichung erlaubt. Sobald ein Bild vom eigenen PC ohne Zustimmung des Berechtigten neu hochgeladen wird, ist das Werk dessen Zugriffsmöglichkeit zunächst entzogen und die Handlung stellt eine Urheberrechtsverletzung dar.

Bei der Verwendung von frei zugänglichen Bildern sollte zukünftig daher noch genauer darauf geachtet werden, ob eine Nutzungserlaubnis des Urhebers vorliegt. Werden Fotos von Internetseiten genutzt, die diese gewerblich anbieten, sollten die zugrundeliegenden AGB auf das Vorliegen einer generalisierten Nutzungserlaubnis überprüft werden.

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