Aktionsplan Güterverkehr und Logistik 2017 veröffentlicht

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat den Aktionsplan Güterverkehr und Logistik der Bundesregierung in der 3. Aktualisierung veröffentlicht.

Wesentliche Änderungen bzw. Entwicklungen gibt es u. a. in folgenden Punkten:

1. Logistikstandort Deutschland stärken

1 b. Masterplan Schienengüterverkehr umsetzen
(u. a. Beschreibung der systembedingten Vorteile des Verkehrsträgers Schiene, Einrichtung des runden Tisches Schienengüterverkehr, Entwicklung von 5 Sofortmaßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs, Betonung der Ziels der Steigerung der Marktanteile des Schienengüterverkehrs).

1 c. Luftverkehrskonzept umsetzen
(u. a. Erarbeitung des Luftverkehrskonzeptes mit Maßnahmen zur Entlastung der Luftverkehrsbranche, Absenkung der Flugsicherungsgebühren, Erarbeiten einer Positivliste national bedeutender Flughäfen, Berücksichtigung im CO2-Handelssystem, Optimierung der Verkehrsanbindungen, Verhinderung weiterer Nachtflugbeschränkungen, Förderung von Intermodalität durch die Prüfung des Verlagerungspotenzials von Flügen auf die Bahn).

1 f. Vorteile der europäischen Schienengüterverkehrskorridore nutzen
(u. a. Verbesserung der Angebotsqualität und Vereinfachung der Verfahren für Verlader und Eisenbahnunternehmen durch eine einzige Anlaufstelle, deutsche Beteiligung im Netzwerk der Korridore).

1 g. Sicherheitsstrategie für die Güterverkehrs- und Logistikwirtschaft umsetzen
(u. a. Priorisierung der wesentlichen Inhalte der Sicherheitsstrategie, Einrichtung einer Kommunikationsplattform für das Krisenmanagement, Bestimmung der Betreiber kritischer Infrastrukturen im Verkehrswesen).

2. Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur erhalten, modernisieren und erweitern

2 f. Zusätzliche Parkflächen an Bundesautobahnen schaffen
(u. a. Ausbau der Parkkapazität um 6000 neue Stellplätze für Lkw an Bundesautobahnen bis zum Ende der 18. Legislaturperiode, es stehen bundesweit rund 49.000 Lkw-Parkmöglichkeiten auf Rastanlagen zur Verfügung, Ankündigung einer neuen Bedarfsprognose 2030 im Herbst 2017).

3. Bessere Vernetzung aller Verkehrsträger erreichen

3 a. Leistungsfähige digitale Infrastruktur für Güterverkehr und Logistik sicherstellen
(u. a. Darstellung eines konkreten Fahrplans für den Ausbau einer leistungsfähigeren digitalen Infrastruktur).

3 e. Interoperabilität auf der Schiene verbessern
(u. a. Entwicklung des ERTMS-Bereitstellungsplans und Darstellung der Maßnahmen zur Verbesserung der Interoperabilität).

4. Umweltfreundlichen und energieeffizienten Gütertransport fördern

4 a. Schutz der Bevölkerung vor Verkehrslärm verbessern
(u. a. Entwicklung eines umfangreichen, konkreten Maßnahmenkataloges, um die Lärmentwicklung im Schienenverkehr zu reduzieren).

4 b. Alternative Antriebstechnologien fördern
(u. a. politische Förderung des Schienenverkehrs als Vorreiter klimafreundlicher Mobilität).

5. Nachwuchssicherung und gute Arbeitsbedingungen unterstützen

5 b. Dem Nachwuchsmangel beim Beruf des Kraftfahrers entgegenwirken
(u. a. Verweis auf die ausstehende Evaluation der Ergebnisse der Arbeitsgruppe, Ankündigung einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Mobility Package).

Um Veränderungen künftig schneller erfassen und übermitteln zu können, wird der Aktionsplan nur noch digital veröffentlicht.

 

 

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