Pressemeldungen | Archiv

2019

Schulterschluss am Main: AMÖ und BGL bündeln Kräfte

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) rücken in Zukunft noch enger zusammen. Ziel ist es unter anderem, durch die Koordination politischer, gewerbepolitischer und gewerbewirtschaftlicher Ziele und Aktivitäten sowie Bündelung der Interessen künftig noch effizienter gegenüber Politik und Industrie aufzutreten.

Wegweisendes Votum

„Die einzelnen Unternehmen und die ganze Branche, aber auch das Umfeld verändern sich derzeit in einer rasanten Geschwindigkeit. Da sind wir in den Verbänden gefordert, diese Entwicklung aufzunehmen und uns ebenfalls so neu aufzustellen, dass wir den sich verändernden Bedürfnissen gerecht werden können. Mit der Kooperation von AMÖ und BGL wollen wir im Interesse unserer Mitglieder Synergien nutzen, um den vielfältigen neuen Anforderungen und Herausforderungen besser entgegentreten zu können“, erklärt AMÖ-Hauptgeschäftsführer Dierk Hochgesang den jetzt verkündeten Schulterschluss. „Dass der AMÖ-Gesamtvorstand die Entscheidung nahezu einstimmig getroffen hat ist überwältigend, und ein wegweisendes Votum, das den Aufbruch für eine noch bessere Verzahnung beider Verbände im Interesse und Nutzen unserer Mitgliedsunternehmen bedeutet“, freut sich AMÖ-Präsident Frank Schäfer.

Ein Votum, das auch beim BGL Anklang findet. „Der BGL und ich begrüßen die Entscheidung des AMÖ-Gesamtvorstandes, für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Verbänden zu stimmen, und ich freue mich sehr, die Interessen des Gewerbes in Zukunft gemeinsam noch stärker in Berlin und Brüssel vertreten zu können“, kommentiert BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt das positive Signal. Der BGL hatte bereits im Vorfeld entsprechende Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüsse gefasst.

 

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Große Koalition enttäuscht bei Mautharmonisierung

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages abschließend über den Bundeshaushalt 2020 beraten. Die Verbände der Speditions-, Transport- und Logistikbranche hatten sich zuvor gemeinsam vehement gegen die Pläne der Bundesregierung ausgesprochen, die Harmonisierungsmittel aus der Lkw-Maut (De-Minimis-Programm) um 50 Mio. € zu kürzen. Der Haushaltsausschuss hat nun beschlossen, dem Regierungsvorschlag nicht vollständig zu folgen und die ursprünglich geplante Mittelkürzung um 10 Mio. € verringert. Diese 10 Mio. € sollen künftig auch zur Förderung von Abbiegeassistenzsystemen eingesetzt werden. Damit stehen jedoch für das Jahr 2020 immer noch 40 Mio. € weniger Fördermittel zur Verfügung als im Jahr 2019.

Hierzu erklären in einer gemeinsamen Presseerklärung der 

Bundesverband Möbelspedition und Logistik e. V. (AMÖ),
der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.,
der Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK),
der Bundesverband Spedition und Logistik e. V. (DSLV) und der
Bundesverband Wirtschaft Verkehr und Logistik e. V. (BWVL):

Das Bemühen der Großen Koalition, ihr Mautversprechen einzuhalten, ist zu erkennen. Dennoch ist eine Kürzung der De-Minimis-Mittel um 40 Mio. € vor dem Hintergrund der enormen Herausforderungen der deutschen Logistikwirtschaft in der aktuellen Situation sehr enttäuschend.

Die Verbände haben der Politik in den letzten Monaten mit Nachdruck aufgezeigt, welche Bedeutung die Fördergelder aus den Harmonisierungsmitteln für die mittelständische Speditions-, Transport- und Logistikbranche sowie deren Wettbewerbsfähigkeit haben, um die Klimaschutzanforderungen zügig umzusetzen, den Fahrermangel zu bewältigen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Wie hoch die Nachfrage nach dem De-Minimis-Programm ist, zeigt sich daran, dass der Fördertopf im Haushaltsjahr 2019 bereits im März ausgebucht war. Für 2020 ist nun zu befürchten, dass das Budget noch früher erschöpft sein wird.

Erfreulich ist, dass die De-Minimis-Mittel künftig auch zur Förderung von Abbiegeassistenten eingesetzt werden dürfen. Allerdings hatten die Verbände hier eine Wahlfreiheit zwischen den Förderprogrammen Abbiegeassistenzsysteme und De-Minimis gefordert, damit Antragsteller – je nach Mittelverfügbarkeit – mehr Flexibilität haben. Diese Wahlfreiheit wird es nicht geben. Künftig wird das Förderprogramm Abbiegeassistenzsysteme nur noch für Fahrzeuge offen sein, die nicht mautpflichtig sind. Für mautpflichtige Fahrzeuge ist die Förderung von Abbiegeassistenten auf das De-Minimis-Programm beschränkt.

Die Verbände fordern, die Förderprogramme gezielt weiterzuentwickeln, um den Mittelabruf zu optimieren und appellieren an die Politik, im nächsten Haushaltsjahr wieder die versprochene volle Summe für das De-Minimis-Programm zur Verfügung zu stellen.

Logistik fordert wettbewerbsneutrale CO2- Bepreisung im Verkehrssektor

Bekenntnis der Logistik zur Reduktion von CO2-Emissionen

Der Verkehrssektor muss unbestritten seinen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten, um die international vereinbarten Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. In Übereinstimmung mit diesen Zielen hat Deutschland einen pauschalen Zielkorridor zur deutlichen Reduktion von CO2-Emissionen bestimmt. Bislang fehlen allerdings konkrete Instrumente für die jeweiligen Sektoren, mit denen zum einen Anreize für eine Vermeidung von CO2-Emissionen geschaffen und zum anderen alternative Technologien gefördert werden könnten.

CO2-Bepreisung wettbewerbsneutral und europaweit umsetzen

Ein wesentlicher Ansatz, um CO2-Emissionen zu reduzieren, wird von der Politik darin gesehen, diese mit einem Preis zu versehen. Gesetzgeberische Entscheidungen für eine Bepreisung von CO2-Emissionen dürfen unter dem aktuellen politischen Druck allerdings nicht von Aktionismus und von Symbolcharakter geleitet werden. Die Maßnahmen müssen klimapolitisch effektiv, ökonomisch effizient und vor allem wettbewerbsneutral sein. Ansonsten werden Emissionen nicht vermieden, sondern lediglich verlagert und die deutsche Wirtschaft in ihrer Leistungsfähigkeit geschädigt.

Die Reduktion der CO2-Emission ist grundsätzlich ein weltweit anzustrebendes Ziel. Angesichts der globalen Problematik muss für den gesamten Verkehrssektor perspektivisch eine zumindest europäisch einheitliche Lösung angestrebt werden. Nur dadurch werden Verzerrungen im zwischenstaatlichen innereuropäischen Standortwettbewerb ebenso vermieden, wie im intermodalen und intramodalen Wettbewerb.

Lösung: Ausweitung des Europäischen Emissionshandels „ETS“

Die hier genannten Verbände der Logistikbranche sprechen sich daher für die Ausweitung des Europäischen Emissionshandelssystems „ETS“ aus, mit dem eine absolute CO2-Obergrenze festgelegt wird und mit dem das Ziel einer tatsächlichen Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden könnte. Anders als durch eine Besteuerung von CO2-Emissionen, könnten die durch das ETS erzielten Einnahmen zweckgebunden als anreizgebende Maßnahmen in die Unternehmen der Spedition, der Logistik und des Güterverkehrs zurückfließen. Hierdurch können CO2-mindernde Techniken, Innovationen, Prozesse und Konzepte finanziell gefördert werden. Diesbezügliche Schwerpunkte haben die Verbände in ihrer Empfehlung zur „Förderstrategie 2030 für energieeffiziente Nutzfahrzeuge“ bereits zusammengefasst.

Logistik lehnt CO2-Steuer und national begrenzten Emissionshandel ab

Sofern der Weg zur Ausweitung des Europäischen Emissionshandelssystems ETS kurzfristig politisch nicht realisiert werden kann, müssen politische Entscheidungen zur CO2-Bepreisung dennoch dringend die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland im Blick haben. Die derzeit von der deutschen Politik primär in Betracht gezogene Einführung einer CO2-Steuer oder eines rein nationalen Emissionshandelssystems würden in der Verkehrs- und Logistikwirtschaft für die deutschen Unternehmen zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen führen, da Anbieter aus den Nachbarländern aufgrund erheblicher Fahrzeugreichweiten bei vielen Verkehren nicht betroffen wären. Die Logistikbranche spricht sich aus diesen Gründen gegen diese beiden Instrumente aus.

Alternative: CO2-Maut als Übergangslösung

Als übergangsweise Alternative zum europaweiten ETS akzeptiert die Logistikwirtschaft eine CO2-basierte Maut. Allerdings müsste dann auch eine CO2-Abgabe parallel für alle nicht von der LKW-Maut erfassten Fahrzeuge und insbesondere für den Individualverkehr, der einen ganz erheblichen Anteil an den Emissionen im Verkehrssektor trägt, eingeführt werden.

Damit wären alle in Deutschland stattfindenden Verkehre gleichermaßen betroffen und eine Verzerrung des Wettbewerbs vermieden. Da im Zuge der aktuellen Revision der EU-Wegekostenrichtlinie als Berechnungsgrundlage zukünftiger Wegekostenmodelle die Infrastrukturgebühren unter Berücksichtigung der CO2-Emissionswerte ohnehin vorgegeben werden, könnte eine CO2-basierte Maut in einer Übergangsphase als Bepreisungsmodell herangezogen werden.

Anders als durch eine Besteuerung von CO2-Emissionen, können auch die durch eine „CO2-Maut“ erzielten Einnahmen zweckgebunden als anreizgebende Maßnahmen in die Unternehmen der Spedition, der Logistik und des Güterverkehrs zurückfließen. Hierdurch kann die flächendeckende Einführung der dringend notwendigen CO2-mindernden Techniken, Innovationen, Prozesse und Konzepte finanziell gefördert werden.

Fazit

Die Verbände appellieren deswegen an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag, sich für ein europäisches ETS-System einzusetzen und von einer CO2-Steuer und einem nationalen Emissionshandelssystem abzusehen. Solange europaweit die Voraussetzungen für die Bepreisung der CO2-Emissionen des Verkehrssektors vordringlich durch eine Ausweitung des bestehenden europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) nicht geschaffen sind, könnte national eine Lenkungswirkung in Verbindung mit einer Förderung alternativer Antriebstechniken über eine CO2-Maut erreicht
werden.

Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V.
Dierk Hochgesang, Geschäftsführer

Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.
Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Sprecher des Vorstands

Bundesverband Paket & Expresslogistik (BIEK) e. V.
RA Marten Bosselmann, Vorsitzender

Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) e.V.
Christian Labrot, Hauptgeschäftsführer

Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) e.V.
Frank Huster, Hauptgeschäftsführer

Gemeinsame Forderung: Politik muss ihr Versprechen halten!

Am Donnerstag wird der Verkehrsetat (Einzelplan 12) des Gesetzes für den Bundeshaushalt 2020 in erster Lesung im Deutschen Bundestag debattiert. Der Regierungsentwurf beinhaltet eine Kürzung der sog. Harmonisierungsmittel für die Lkw-Maut um 50. Mio. €.

Im Vorfeld erklärte die Deutsche Logistikwirtschaft hierzu:

Bei der Mautharmonisierung steht nichts Geringeres als die Glaubwürdigkeit der Politik auf dem Spiel. In den anstehenden Wochen der parlamentarischen Beratungen wird sich zeigen, ob die Politik zu ihrem Mautversprechen steht oder ob es im 10. Jahr nach der Einführung der Mautharmonisierungsprogramme langsam bröckelt.

Sachlich gerechtfertigt ist die geplante Kürzung der Förderprogramme um 50 Mio. € jedenfalls nicht, im Gegenteil:

  1. Bundesamt für Güterverkehr lobt steigenden Erfolg der Förderprogramme

Erst im August hat das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) einen Rekordabruf bei den Förderprogrammen verkündet und den „weiter ansteigenden Erfolg“ der Programme gelobt. Zur Mitte des Jahres wurde bereits die Auszahlungsmarke von 200 Mio. € überschritten. Von einem unzureichenden Mittelabruf kann insofern keine Rede sein.

  1. Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen dringend notwendig

Angesichts der enormen Herausforderungen zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 sind darüber hinaus dringend mehr Fördermittel zur Umrüstung oder der Neuanschaffung von CO2-effizienten Lkw erforderlich. Der Staat darf den deutschen Mittelstand bei der Bewältigung dieser Aufgaben nicht allein lassen! Eine Kürzung von Fördermitteln ist daher in der aktuellen Situation absolut kontraproduktiv.

  1. Fachkräftemangel / Fahrernotstand im Logistiksektor bedroht

Versorgungssicherheit Deutschland steht kurz vor dem Versorgungskollaps. Grund ist ein akuter Fahrernotstand und ein Mangel an Fachkräften in der Logistikwirtschaft. In einer solchen Situation Förderprogramme zu kürzen, anstatt mit klugen Maßnahmen gezielt gegenzusteuern, wäre nicht nur für den Logistikstandort Deutschland, sondern für die gesamte Gesellschaft fatal.

  1. Förderportal Abbiegeassistent muss dringend wieder geöffnet werden

Die enorme Nachfrage beim Förderprogramm Abbiegeassistent hatte im Juni 2019 dazu geführt, dass das Portal wegen Überbuchung des Programms schon nach wenigen Stunden geschlossen werden musste. Anstatt jetzt das Mautharmonisierungsprogramm um 50 Mio. € zu kürzen, könnte auch hier das Geld sehr sinnvoll eingesetzt und damit die Verkehrssicherheit verbessert werden. Wir rufen daher die Verkehrs- und Haushaltspolitiker im Deutschen Bundestag auf, dem Regierungsvorschlag nicht zu folgen und die Fördergelder zur Mautharmonisierung zu verstetigen!

MöLo 20219: Sehr erfrischend und positiv!“

Eine mutige Entscheidung, die sich auszahlen sollte: Clevere Produktneuheiten, die richtigen Mehrwerte für Unternehmen und ein mehrwertreiches Seminarprogramm – Angebote, die die Besucher überzeugten und damit auch für ein zufriedenes Fazit der Organisatoren, Veranstalter und Aussteller gesorgt haben.

Rund 1.500 Besucher, darunter viele (noch) Nichtmitglieder waren zur Messe Essen gereist, um sich dort über maßgeschneiderte Lösungen für die Möbellogistik sowie Neumöbellogistik zu informieren. Über 40 Aussteller zeigten vielfältige Produkte, Trends und Service-Angebote. Im Fokus der Besucher standen neben Fahrzeugen, Fahrzeugtechnik, Hilfsmittel auch Dienstleistungen für Finanzwesen, Sicherheit, IT, Marketing, Personal und Betriebsführung. Das vielseitige Angebot rund um diese Themenbereiche fanden die Fachbesucher konzentriert unter einem Dach in der Halle 1A auf dem Gelände der Messe Essen.

Die MöLo, die auf Initiative des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. veranstaltet wird, gilt als wichtigste Informations- und Neuheiten-Plattform im Bereich Möbellogistik, und damit als der „Place to be“ für alle, die Möbel bewegen. Die Teilnehmer nutzten an beiden Messetagen die Möglichkeiten zum Austausch über Marktentwicklungen, Technologien und Geschäftsmöglichkeiten.

MöLo-Award für nachhaltiges Produktkonzept

Fester Bestandteil der Messe: die Auszeichnung neuer Produkte und Serviceleistungen sowie moderner und nachhaltiger Konzepte mit dem MöLo-Award, die von den Besucherinnen und Besucher der Messe MöLo gewählt und von AMÖ-Geschäftsführer Dierk Hochgesang überreicht wurden. Platz 3 ging an die Firmen Mekratronics, die H&H Vertriebs GmbH und Michael Symann Klavierbau (Flügelkippsystem). Platz 2 sicherte sich Turtlebox und Platz 1 ging an duvema - nachhaltige Umzugsmaterialien, die mit ihren Protection Quilts überzeugen konnten. Allen Gewinnern herzlichen Glückwünsch!

Das Seminarprogramm ergänzte die Produktausstellung mit vielseitigen Themen.

  • Unter dem Titel „Fallstricke Personal: Aktuelles aus dem Arbeitsrecht“ stellte Rechtsanwalt Jürgen Schultz (VVWL) Fälle aus der Praxis sowie Neuerungen durch Gesetzgebung und Rechtsprechung vor.
  • RA Roland Horsten stellte die Frage: Was passiert eigentlich, wenn der Chef plötzlich durch Unfall oder Krankheit ausfällt – für kurze oder längere Zeit oder für immer? Hintergrund: Noch immer haben viele Unternehmen keinen ausreichenden Plan für diese Situation. Von ihm bekamen interessierte Zuhörer Tipps für praktische Vorkehrungen – damit das Schiff auf Kurs bleibt, wenn der Kapitän von Bord geht.
  • Webdesigner und Layouter Patrick Schroer gab seinen Zuhörern mit auf den Weg wie sie sich mit einer starken Unternehmensmarke von Ihren Mitbewerbern abheben – „Branding als Erfolgsfaktor“;
  • und von Jürgen Weihermann erfuhren die Besucher Einzelheiten zum neuen Weiterbildungsangebot „Meister für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“ (MMKU) und warum jede Möbelspedition einen MMKU im Team haben sollte. Der erste Kurs startete jüngst Ende September 2019 in Bochum.
  • Das Team der Alstercloud (Hamburg) lud die Zuhörer zur digitalen Transformation und bot einen kurzen Einblick über die Möglichkeiten, Neukunden erfolgreich online zu gewinnen.
  • Welche Rolle betriebliche Versorgungsangebote bei der Personalbindung spielen, erörterte Stefan Körlin von der R+V Versicherung.

MöLo-Messeparty zum Ausklang

Gelegenheit zum Netzwerken bot zudem die Messeparty, zu der die AMÖ sowie die KRAVAG, Mercedes-Benz, Böcker und Krone zum Ausklang des ersten Messetages eingeladen hatten. Wer es gediegen mochte, ließ sich ein Glas Wein einschenken, wer es etwas legerer mag, ließ sich aus dem Kühlschrank eine Flasche gut gekühltes Bier reichen. Keinen Weg vorbei, für niemanden, gab es an der wohl edelsten Ruhrpottdelikatesse: Currywurst mit Brötchen. Am besten, ohne zu kleckern, hieß es doch, in der Fotobox
die besonderen Messemomente auf Fotopapier zu verewigen – von witzig über ausgeflippt verkleidet bis hin zu seriös abgelichtet mit Kolleginnen und Kollegen.

Veranstalter und Aussteller zogen nach Messeschluss ein positives Fazit: „Wir empfanden die MöLo 2019 in Essen als sehr erfrischend und positiv. Sowohl der Standort als auch der verkürzte Zeitraum haben dem Event gutgetan“, sagt Matthias Staar, CEO der Denkpark GmbH. „Für uns war die Veranstaltung ein Gewinn, da wir sowohl Bestandskunden als auch Interessenten für unsere neuen Features und Produkte begeistern konnten.“ Hendrik Streek (NeoMetrik) stimmt ein: „Die MöLo bietet uns alle zwei Jahre eine weitere wichtige Plattform, auf der wir die neuste Version von MoviNeo und den Apps für Besichtigung, Arbeitsschein und Ladelisten zeigen. Das gibt uns die Gelegenheit, Bestandkunden auf dem Laufenden zu halten sowie Interessenten von unseren Produkten zu begeistern.“ Bei der Standortfrage ist er auf einer Linie mit Staar: „Aus unserer Sicht hat der Standortwechsel nach Essen der MöLo gutgetan.“

Neue AMÖ-Satzung beschlossen

Im Rahmen der Jahrestagung 2019 fand mit der Delegiertenversammlung zugleich eine für den Bundesverband wegweisende Gremiensitzung statt, sollte doch insbesondere über die neue Satzung der AMÖ abgestimmt werden. Mit Erfolg: die Delegierten nahmen die neue Satzung einstimmig an.

Die neue Satzung sieht unter anderem eine Verkleinerung des Präsidiums auf insgesamt fünf Personen vor. Außerdem soll der Präsident der AMÖ künftig nur noch maximal für zwei Amtszeiten gewählt werden. Die Wählbarkeit gilt bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres. Die Ausschüsse der AMÖ müssen nach Inkrafttreten der Satzung dann nicht mehr gewählt werden, sondern ihre Ein- und Besetzung erfolgt durch
das Präsidium. Zudem wird eine mehrstufige Mitgliedschaft möglich sein.

Weiteres Thema, das dem Präsidium und den Delegierten unter den Nägeln brannte: die vorgeschlagene engere Verzahnung mit dem BGL sowie eine tiefere Kooperation mit den Bundesverbänden BGL, BWVL und dem DSLV unter dem Dach einer Interessengemeinschaft. AMÖ-Präsident Schäfer betonte, keine der genannten Kooperationen sollen in einer Fusion münden. Die Eigenständigkeit der AMÖ bleibt erhalten.

BGL-Chef wirbt für Kooperation

Der extra aus Frankfurt angereiste BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt, führte beispielhaft aus, weshalb sowohl die Kooperation im Quartett als auch im Duett zu begrüßen ist. Und die Gründe dafür leuchten ein, stellen solche Verzahnungen doch eine Win-Win-Situation für die Verbände und ihre Mitglieder im Besonderen her. Das spricht unter anderem für eine Kooperation AMÖ und BGL: Durch einen Austausch von Informationen und Dienstleistungen zwischen den Bundesverbänden werden
Doppelarbeiten vermieden. Darüber hinaus könnte die AMÖ auf Ressourcen des BGL zurückgreifen. So will der BGL seine „Vorteilswelt“ auch für Mitgliedsunternehmen der AMÖ öffnen, die dadurch von günstigeren Bedingungen etwa beim Kauf von Neufahrzeugen profitieren. Besonderes Interesse gilt dem Personal Sharing auf dem Juristensessel. Zur Erinnerung: die ehemalige AMÖ-Justitiarin Sue Ann Becker hat den Verband zum 30. September 2019 in Richtung DMG verlassen. Beim BGL wurde jüngst Engelhardts
Stellvertreter Dr. Adolf Zobel in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ob es zu einer Kooperation zwischen AMÖ und BGL kommt, entscheidet im November 2019 der Gesamtvorstand. Ob es zu einer
vertieften Kooperation der Bundesverbände im Viergespann AMÖ, BGL, BWVL und DSLV kommt, werden die weiteren Gespräche und Entscheidungen der jeweiligen Gremien zeigen. Die Delegierten der AMÖ äußerten sich nicht ablehnend.

FMKU-Azubis bereichern die MöLo

Unter den knapp 1.500 Messebesuchern waren in diesem Jahr mehr als 150 FMKU-Azubis, denen auf der MöLo einiges geboten wurde. Schüler und Lehrer aus dem Carl-Severing-Berufskolleg für Handwerk und Technik der Stadt Bielefeld, dem Berufskolleg Ulrepforte aus Köln, dem Berufskolleg Witten sowie dem Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg Münster nutzten dieses Angebot gern. Letztere hatten eigens für die Fachmesse 350 Holzschatullen hergestellt und am Stand der Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG sowohl das Logo der Schule als auch das Krone-Logo in die Schatulle eingebrannt. Diese praktischen Holzkisten wurden anschließend an die Messebesucher verteilt.

In der Messehalle stand den Berufsschulen eine eigene Aktionsfläche zur Verfügung, auf der der PackMan-Wettbewerb des Landesverbandes Möbelspedition und Logistik stattfand. Dabei mussten die Auszubildenden möglichst schnell Geschirr in Umzugskartons verpacken. Anschließend wurden die gepackten Kartons dem freien Fall überlassen. Ausschlaggebend für das Abschneiden der teilnehmenden Auszubildenden war neben der Geschwindigkeit die Sorgfalt der Packer, die sich daran zeigte, ob das verpackte Gut am Ende des Tests beschädigt war. Insgesamt nahmen 43 Azubis an beiden Tagen am
PackMan-Wettbewerb teil. Der Wettbewerb wurde als Schulduell durchgeführt, in jedem Duell maßen sich zwei Schüler aus unterschiedlichen Schulen. Mit einer Gesamtzeit von 3:40 Minuten konnte sich Faizo Gangiryusif von der Laarmann Möbelspedition GmbH aus Münster den Tagessieg am Donnerstag sichern. Ayham Al Jawach von der R. Dievernich GmbH aus Bonn holte sich den Tagessieg am Freitag mit einer Gesamtzeit von 2:23 Minuten. Beide konnten sich jeweils über einen Akkuschrauber der Firma Würth GmbH freuen. Die umfangreichen Packmaterialien für diesen Wettbewerb stellte die TransPak AG aus Solms zur Verfügung.

Messe-Rallye

Wer gerade nicht mit Einpacken, Auspacken oder Scherben aufsammeln beschäftigt war, der nahm an der Messe-Rallye der Firmen Denkpark und Neometrik teil. Am Messestand der beiden Firmen konnten sich die Besucher über das Umzugsprogramm MoviNeoeinen „Flixcheck“ auf ihr eigenes Smartphone senden lassen. Anschließend wurden sie in einer Web Applikation aufgefordert, verschiedene Firmenlogos der
Messeaussteller zu fotografieren und jeweils eine Multiple-Choice-Frage zu beantworten. Unter allen Teilnehmern wurden attraktive Preise verlost. Julian Frese von der Firma Geuer International GmbH aus Senden sicherte sich so am Donnerstag ein iPad der neuesten Generation, am zweiten Messetag ging dieses an Tobias Beuth von der Möbelspedition Jung & Bosch GmbH & Co. KG in Kerpen. Zudem freuten sich John-Michael Matzanke von der Firma ABC Umzüge Verkerk und Wesley Cypers von der Firma Maassen & Becker GmbH über je einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining bei der BG Verkehr.

 

AMÖ-Möbelspediteure fordern von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen

Im Vertrauen auf die getroffenen politischen Entscheidungen haben viele Möbelspediteure bereits in einen modernen Fuhrpark investiert, um die Voraussetzungen der grünen Feinstaubplakette zu erfüllen, und bestehenden wie bevorstehenden Diesel-Fahrverboten zu entgehen. Andere Unternehmen sehen Investitionen hingegen skeptisch, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt.

Die AMÖ-Möbelspediteure wollen sich nicht ausbremsen lassen, doch insbesondere aufgrund nur schwer oder nicht immer klar erkennbaren Fahrtrichtungen der Politik ist eine gewisse Vorsicht zwingend notwendig. Die Gründe leuchten ein: AMÖ-Mitgliedsunternehmen sind in der Regel jahre- und jahrzehntelang geführte Familienunternehmen mit anderen finanziellen Risiken, wie sie Unternehmen fürchten müssen, die mit regelmäßig frischen Investorengeldern ausstaffiert werden.

Gerade die Stimmung im Gewerbe hinsichtlich Investitionen in E-Mobilität ist zurückhaltend. Jeweils etwa ein Drittel lehnen eine solche Anschaffung ab oder wissen noch nicht, ob sie investieren werden. Auch hier sind die Gründe dafür leicht gefunden – und leuchten ebenfalls ein: So sind für fast die Hälfte der Befragten die Kosten für E-Fahrzeuge schlichtweg zu hoch oder, für ein Drittel, die Höhe der Gesamtkosten über den „Lebenszyklus“ hinweg nicht klar genug. Skepsis herrscht bezüglich der Möglichkeiten, diese Fahrzeuge bedarfsgerecht laden zu können. Am problematischsten wird die geringe Reichweite gesehen, die E-Fahrzeuge mit einer Akkuladung erreichen können.

Die Antworten der Mitgliedsunternehmen sind aus Sicht der AMÖ ein klares Signal an die politischen Entscheider und Hersteller, die Ursachen der Investitionsvorbehalte dringend dahingehend zu lösen, eine flächendeckende (Lade-)Infrastruktur sowie weitere finanzielle Anreize zu schaffen, um Unternehmen doch noch zur Investition in E-Fahrzeuge zu bewegen. Gleiches gilt für die Anschaffung von Fahrzeugen mit herkömmlichen oder alternativen Antrieben. Die Umfrage zeigt aber auch das Dilemma des politisch gewollten Umstiegs auf elektrische Antriebe. Die Praxis erfordert für die Unternehmen eine kontinuierliche und planbare Verfügbarkeit des Materials zu vertretbaren Kosten. Das ist bei batterieelektrischen Antrieben nicht gewährleistet. Hinzu kommt die große Unsicherheit begründet in der Entwicklung unserer Stromversorgung. Bevor wir mit großem Eifer das in dem Equipment gebundene Kapital entwerten, sollten deswegen auch andere Antriebsmöglichkeiten, wie Wasserstoffe oder efuels sehr ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Fehlende Planungssicherheit dämpft Investitionsvorhaben

So lange es den Möbelspeditionen aufgrund politischer oder gesetzlicher Rahmenbedingungen an Planungssicherheit fehlt, lassen sie sich nicht zu Neuanschaffungen bewegen – und dies, obwohl Geld für Investitionen und die Absicht, es einzusetzen, vorhanden ist.

Ein ebenso klares Signal ist die Absage der Befragten in Sachen geplanter CO2-Bepreisung. Die Mitgliedsunternehmen der AMÖ sehen das mehrheitlich anders: Sieben von zehn Befragte lehnen die Klimapläne der Bundesregierung zur möglichen Einführung einer so genannten „CO2-Steuer“ ab.

Klares „Nein!“ zu nationalen Alleingängen oder Schnellschüssen

Mit Blick auf den globalen Wettbewerb warnt die AMÖ vor Schnellschüssen und nationalen Alleingängen. Deutschland und dem Klimaschutz sind nicht geholfen, wenn einzelne Branchen in Länder mit geringeren Umwelt- und Klimaauflagen abwandern, Ebenso wenig darf eine nationale CO2-Bepreisung den Wettbewerb dahingehend verzerren, dass Konkurrenzfirmen aus Ländern ohne eine solche Abgabe einen Vorteil haben: Können Möbelspeditionen ohne internationalen Wettbewerb die Mehrkosten noch an ihre Kunden weitergeben, fällt diese Umwälzmöglichkeit für international agierende Möbelspeditionen weg.

Nichtsdestotrotz: Die AMÖ sieht den durch EU-Recht und internationale Übereinkommen bestimmten Handlungsbedarf von Bund, Ländern und Kommunen zur Reduzierung von Luftschadstoffen in urbanen Ballungsräumen und zur Absenkung globaler CO2-Emissionen und erkennt an, dass auch der Verkehr seinen Beitrag hierzu leisten muss. Gleichwohl stellt die AMÖ fest, dass auch bei bestem Willen der Unternehmen ein Verzicht auf mit Verbrennungsmotoren betriebene Fahrzeuge kurzfristig nicht möglich ist.

Bislang gibt es insbesondere bei den schweren und mittelschweren Fahrzeugen keine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Derzeit ein Nutzfahrzeug beschaffen zu wollen, das nicht mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, ist schon fast illusorisch.

Bei größeren Fahrverboten wäre die Belieferung der Städte mit Gütern und Lebensmitteln sowie die gesamte Entsorgung nachhaltig gefährdet. Wer über Fahrverbote nachdenkt, von denen dann auch Wirtschaftsverkehre betroffen sind, gefährdet damit in der Konsequenz die Versorgung der Menschen und auch die Entsorgung in den Städten.

Auch die Möbelspediteure führen ihre Umzüge und Anlieferungen mangels Alternativen mit Diesel-Fahrzeugen durch. Speziell die im Nahverkehr eingesetzten Fahrzeuge wären von Diesel-Fahrverboten erheblich betroffen. Angesichts niedriger Laufleistungen ist ein Investitionszyklus für Fahrzeuge insbesondere bei Umzugsverkehren von zehn Jahren nicht unüblich. Fahrverbote für diese Fahrzeuge, die faktisch kaum zur Emissionserzeugung beitragen können, da sie ganz überwiegend stehen, bedeuten damit einen massiven Wertverlust technisch noch einwandfreier Fahrzeuge.

Factsheet: Ausgewählte Ergebnisse im Rahmen der aktuellen Online-Umfrage
 
Hauptgründe gegen die Anschaffung eines E-Fahrzeugs
  • Zu hohe Anschaffungs- und/oder Instandhaltungskosten
  • Unklare Kosten über den Lebenszyklus hinweg
  • Zu geringe Reichweite
  • Fehlende (Lade-)Infrastruktur
 Investitionsvorhaben
  • 60 Prozent wollen mehr Geld für die Weiterbildung des Personals aufwenden
  • 37 Prozent wollen die Digitalisierung im Allgemeinen vorantreiben
  • 31 Prozent ihre Internetpräsenz stärken
  • 25 Prozent möchten das Online-Marketing sowie
 Investitionsvolumina
  • 12 Prozent zwischen 250.000 Euro und mehr als einer Million Euro
  • 40 Prozent zwischen 50.000 bis 250.000 Euro
  • 19 Prozent zwischen 20.000 bis 50.000 Euro
  • 29 Prozent weniger als 5.000 Euro bis 20.000 Euro

AMÖ-Möbelspediteure bieten Perspektiven gegen den Fachkräftemangel

Setzte der Fachkräftemangel den Möbelspediteuren in Deutschland im vergangenen Jahr immer weiter zu, hat sich das Thema Personal binnen eines Jahres in weiten Teilen des Gewerbes noch verschlimmert.

Im Vergleich zur Umfrage anlässlich der AMÖ-Jahrestagung 2018 in Papenburg hat sich die Personalsituation zwischen August 2018 bis heute bei mehr als der Hälfte (53 Prozent) der Unternehmen noch verschärft. Bei gut einem Drittel ist sie unverändert. Nur in jedem zehnten Mitgliedsunternehmen der AMÖ hat sie sich eigenen Angaben zufolge verbessert.

Sechs von zehn der befragten Mitgliedsunternehmen sehen ihre Geschäftstätigkeit „sehr stark“ bis „stark“, und ein Drittel „spürbar“ beeinflusst. Fast jedes zehnte Unternehmen überlegt, seine Tätigkeit deshalb einzustellen. Mehr als die Hälfte wird den Betrieb wohl verkleinern müssen. Zuletzt wurde der AMÖ immer häufiger berichtet, dass Geschäftsinhaber selbst „auf den Lkw mussten“, um Aufträge kunden- und termingerecht durchführen zu können. Der Negativtrend der vergangenen Jahre hat sich damit weiter gefestigt. Die Folge sind unter anderem massive Auswirkungen auf die Investitionsvorhaben der AMÖ-Mitgliedsunternehmen.

Lösungsansätze und Perspektiven

Wenn auch belastend, sind die neueren Entwicklungen für die Möbelspediteure dennoch kein Grund aufzustecken. Mit unterschiedlichen Angeboten und Lösungsansätzen unter anderem zur Personalgewinnung und Personalqualifikation – laut Umfrage wollen 60 Prozent in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren! – tritt das Gewerbe entschieden dem Status quo entgegen.

Insbesondere bei der Suche nach Fachkräften für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice versucht die AMÖ nach Kräften zu unterstützen, und hat mit seiner vollständig modernisierten Internetseite www.fmku.de ein Angebot entwickelt, das mit seiner optischen und inhaltlichen Gestaltung die junge Zielgruppe noch zielgerichteter in den Fokus nimmt. Neben Informationen rund um den Ausbildungsberuf können sie dort außerdem eine Ausbildungs- oder Praktikumsstelle in einem Unternehmen in ihrer Nähe finden.

Erster Meister-Kurs gestartet

Eine attraktive Perspektive bietet die Weiterbildung „Geprüfte/r Meister/innen Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (IHK)“. Ein erster Vorbereitungslehrgang, den die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) in Bochum in Nordrhein-Westfalen anbietet, startet am 23. September 2019. In drei Jahren hoffen wir, die ersten Kursteilnehmer als Meister in den Unternehmen einsetzen zu können.

Mehr Attraktivität soll auch dem Fahrerberuf zukommen: Gemeinsam mit hochkarätigen Mitstreitern will der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. der Transport‐ und Logistikbranche und besonders den Berufskraftfahrern zu einem besseren Ansehen verhelfen. Hierzu haben insgesamt 21 Gründungsmitglieder im Mai 2019 den Verein „PROFI – Pro Fahrer-Image“ gegründet.  Wir hoffen, dass sich zahlreiche Mitstreiteiter der Initiative anschließen, um dem Gewerbe und den Berufen darin eine höhere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Da diese Initiative auch mit den „Wirtschaftsmachern“ zusammenarbeiten will, hoffen wir auf eine möglichst flächendeckende Wirkung.

Gesunderhaltung des Personals

Ein wesentlicher Baustein leistungsfähiger Unternehmen ist gesundes und motiviertes Personal. Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. arbeitet deswegen seit 2017 mit der DAK-Gesundheit an Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement, die gezielt auf die Mitarbeiter/innen im Gewerbe ausgerichtet sind.

Eine weitere geeignete Maßnahme, dem großen Personalbedarf und leeren Bewerbermärkten zu begegnen, ist die Einstellung qualifizierter Fachkräfte und Hochschulabsolventen aus dem Nicht-EU-Ausland. Bereits Ende 2018 begrüßte die AMÖ mit fünf weiteren Verkehrsverbänden in einer gemeinsamen Stellungnahme deshalb den Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das motivierten Menschen aus Drittstaaten eine berufliche Perspektive – damit einhergehend eine bessere und schnellere Integration in unsere Gesellschaft – ermöglichen soll. Neben den Bemühungen um ausländische Fachkräfte muss aber gleichzeitig auch das Potential inländischer Arbeitnehmer gehoben und die Anstrengungen zur Qualifizierung und Rekrutierung von Fachkräften aus Deutschland intensiviert werden.

Factsheet: Ausgewählte Ergebnisse im Rahmen der aktuellen Online-Umfrage
 
Im Vergleich zur Umfrage 2018 hat sich die Personalsituation…
  • …bei mehr als der Hälfte noch verschärft
  • …nur in jedem zehnten Mitgliedsunternehmen verbessert
  • …bei gut einem Drittel nicht wesentlich verändert
Wie würden Sie Ihre Personalsituation beschreiben?
  • 20 Prozent: „bedrohlich“
  • 43 Prozent: „schwierig“
  • 32 Prozent: „befriedigend“
  • 4 Prozent: „komfortabel“
Wie stark beeinflusst die Personalsituation Ihr eigenes Geschäft?
  • 34 Prozent beeinflusst sie „sehr stark“
  • 26 Prozent beeinflusst sie „stark“
  • 34 Prozent beeinflusst sie „spürbar“
Auswirkungen des Personalmangels
  • Rund jeder Zehnte überlegt, seine Tätigkeit einzustellen
  • Fast die Hälfte schätzen eine Verkleinerung des Betriebs
  • Fast die Hälfte stellt die Anschaffung neuer Fahrzeuge zurück
  • Jeder Fünfte verzichtet auf Investitionen in Immobilien wie neue Lagerhallen
Das wird wie im Vorjahr am dringendsten gesucht:
  • Berufskraftfahrer (C/CE)
  • sonstige Kraftfahrer
  • Möbelfachkräfte
  • Auszubildende

AMÖ-Möbelspediteure: Trotz Problemen optimistisch

Sinkende Wohnmobilität durch stetig steigende Mieten, anhaltende Personalprobleme sowie Zurückhaltung in Sachen Investitionen aufgrund unsicherer struktureller Rahmenbedingungen und/oder derzeit nicht absehbaren politischen Entscheidungen:

Die AMÖ-Möbelspediteure stehen vor hohen Hürden, trotzdem lässt sich das Gewerbe selbst von undurchsichtigen Themen wie dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nicht abschrecken und blickt optimistisch auf das laufende Jahr 2019 sowie das kommende Geschäftsjahr 2020. Das belegt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der AMÖ.

Sehr gute bis gute Auftragslage

Zwei von drei befragten Mitgliedsunternehmen bewerten die aktuelle Auftragslage mit „sehr gut“ und „gut“. Rund jeder Fünfte bewertet sie mit „befriedigend“, und knapp 12 Prozent als „ausreichend“ oder schlechter. Der Blick in die Zukunft zeigt auch für 2020 ein – wenigstens verhalten – optimistisches Bild. 45 Prozent gehen wenigstens von einer gleichbleibenden Auftragslage aus. Elf Prozent schätzen, diese werde sich sogar noch verbessern. Monetär erwartet ein Drittel der befragten Mitgliedsunternehmen der AMÖ im Jahr 2019 ein Umsatzplus, etwas weniger als die Hälfte (47 Prozent) geht davon aus, dass ihr Umsatz dem des Vorjahres entspricht. In sechs von zehn Unternehmen gehen sie zum Ende des Geschäftsjahres von einem gestiegenen, wenigstens aber von einem gleichbleibenden Gewinn aus.

Schwierige Wirtschaftslage und sinkende Wohnmobilität

Ob sich dieser Optimismus der Möbelspediteure der AMÖ auf Folgejahre überträgt, bleibt abzuwarten. Die Wirtschaft schrumpft, die Industrie und andere Branchen fahren mit angezogener Handbremse. Die Gründe der schlechten wirtschaftlichen Großwetterlage, die den Möbelspediteuren bewusst ist, sind nicht zuletzt aufgrund falscher Prioritäten der Bundesregierung auch hausgemacht – statt etwa für Impulse für öffentliche oder private Investitionen zu sorgen wird über neue Steuern diskutiert oder Verlängerungen von Maßnahmen beschlossen, die das wirtschaftspolitische Ruder laut Expertenmeinung nicht herumreißen.

Vor allem in Ballungsräumen wie München, Frankfurt am Main oder Stuttgart, haben Mieter mit hohen Wohnkosten zu kämpfen. Eine stetig abnehmende Wohnmobilität der Bevölkerung in Deutschland haben unterschiedliche Erhebungen bereits gezeigt, etwa die Wanderungsmotivbefragung 2017 der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, deren Daten stellvertretend für andere Städte gelten dürften.

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verknappung auf dem Wohnungsmarkt mit der daraus resultierenden Preisentwicklung sinkt die Zahl der Umzüge massiv. Beispiel Hannover: Waren es dort im Jahr 2004 noch rund 51.500 Umziehende, zogen 2015 mit noch 39.800 Menschen etwa ein Fünftel weniger Menschen um. Und ganz prinzipiell gilt: Wer umzieht, muss mit teureren Mieten rechnen.

Mitte August 2019 hatte sich nun die große Koalition auf ein Paket für den Mietmarkt verständigt, und dabei unter anderem eine Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2025 sowie eine Neuberechnung für die ortsübliche Vergleichsmiete beschlossen. An neu geschaffenem Wohnraum, das kritisiert unter anderem der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, fehlt es aber nach wie vor, weshalb die Befürchtungen groß und nicht abwegig sind, dass die als befristetes Instrument angelegte Mietpreisbremse über die aktuelle Verlängerung hinaus bestehen bleibt, sofern sich die Lage im Wohnungsmarkt bis 2025 nicht verbessert hat.

Die Folgen für Möbelspediteure dürften spürbar werden: Die Menschen bleiben standorttreu, weil sie dort aufgrund des staatlichen Preisdeckels keine höhere Miete befürchten müssen – bei einem Umzug hingegen schon. In der Rückschau betrachtet hat sich dieser staatliche Preisdeckel allerdings nicht als Lösung des Problems erwiesen. Dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum, der wiederum die Wohnmobilität ankurbeln würde, wurde nicht in ausreichendem Maße neu geschaffen. In der Konsequenz bleibt die Mietpreisbremse damit auch eine Investitions- und Konjunkturbremse – und ein Einschnitt in die Geschäftsgrundlage der Möbelspediteure in Deutschland. Von der verschärften Situation auf dem Wohnungsmarkt sind also nicht nur Mieter und Wohnungskäufer negativ betroffen, sondern auch die Möbelspedition.

Factsheet: Ausgewählte Ergebnisse im Rahmen der aktuellen Online-Umfrage
 
Wie bewerten Sie Ihre Auftragslage im Jahr 2019?
  • Zwei Drittel der Befragten bewerten die aktuelle Auftragslage mit „sehr gut“ (16 Prozent) und „gut“. (50 Prozent)
  • 22 Prozent bewerten sie mit „befriedigend“.
  • Jeder Zehnte sieht die Situation „ausreichend“ oder schlechter
 Auftragsentwicklung 2020
  • Rund jeder zehnte befragte AMÖ-Möbelspediteur geht von einer Verbesserung aus
  • Leicht weniger als die Hälfte (45 Prozent) schätzt sie als gleichbleibend ein
  • 14 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus
 Umsatzerwartung 2019 im Vergleich zu 2018
  • Ein Drittel der Befragten erwartet ein Umsatzplus
  • Fast die Hälfte (47 Prozent) schätzt den Umsatz als gleichbleibend ein
  • Knapp jeder Fünfte (22 Prozent) geht von weniger Umsatz aus
 Gewinnerwartung 2019 im Vergleich zu 2018
  • Ein Viertel erwartet einen höheren Ertrag
  • Ein Drittel (36 Prozent) erwartet einen ähnlich hohen Ertrag
  • Vier von zehn Unternehmen erwarten einen niedrigeren Ertrag

J’AMÖ-Tagung: Top-Event dank einfacher Formel

Die Rechnung ist einfach und ging einmal mehr auf: (Osab + Al + Bk) x Tn = Emc². Klingt kompliziert, leuchtet aber total ein! Noch einmal Schritt für Schritt, Variable für Variable: Man addiere Organisation durch AMÖ-Justiziarin Sue Ann Becker (Osab) plus lockere Atmosphäre (Al) plus kühles Bier (Bk) – und multipliziert die Summe mit der Anzahl der Teilnehmer (Tn). Das Ergebnis: Ein mega-cooles Event hoch zwei (Emc²). Heureka! Albert Einstein hätte die J’AMÖ-Erfolgsformel nicht besser erklären können.

AMÖ-Justiziarin Becker stellt sich neuer Herausforderung

Rechtsanwältin Sue Ann Becker (36) scheidet zum 30. September 2019 aus den Diensten des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim am Main aus. Die verdiente und geschätzte AMÖ-Justiziarin wird sich künftig einer neuen beruflichen Herausforderung stellen. Dem Gewerbe bleibt sie aber erhalten.

Mit ihrer sympathischen und ehrlichen Art prägte Becker das Image der AMÖ in den letzten Jahren maßgeblich mit. Mit ihrer akribischen und verlässlichen Arbeit trieb sie für die Möbelspedition zukunftsweisende Projekte und Prozesse zielstrebig voran – etwa die Neugestaltung der Vertragswerke und Bedingungen der AMÖ, die AMÖ-KLP in Kooperation mit dem Versicherungspartner KRAVAG sowie die Verhandlung der ADSp 2017 und Logistik-AGB 2019.

Auch die J’AMÖ-Tagung für den Führungskräftenachwuchs in der Möbelspedition, die Sue Ann Becker organisierte, erfuhr durch sie ein gesteigertes Ansehen im Gewerbe.

„Die AMÖ dankt Sue Ann Becker für ihren außerordentlich engagierten und erfolgreichen Einsatz für die Möbelspedition im Sinne aller AMÖ-Mitgliedsunternehmen“, würdigt AMÖ-Geschäftsführer Dierk Hochgesang. „Wir wünschen Sue Ann Becker für die neue Aufgabe viel Erfolg und eine glückliche Hand.“

MMKU: So sieht der Meister-Fahrplan aus

Bereits im April hatte sich die Erfa-Gruppe des Landesverbandes Möbelspedition und Logistik im VVWL NRW e.V. zum Berufsbild „Fachkraft für Möbel-, Küchen– und Umzugsservice“ (FMKU) in Düsseldorf getroffen. Jürgen Weihermann berichtete dabei über die bisherige Entwicklung der Meister-Weiterbildung, der künftige Lehrgangsanbieter stellte vor, wie die Ausbildung in Zukunft ablaufen soll.

Die Chronik in Kürze

  • Im Jahr 2016 werden erste Gedanken zur Meister-Qualifizierung laut und es formiert sich eine Arbeitsgruppe.
  • Ende 2018: Der Rahmenlehrplan steht. Die Industrie- und Handelskammern verabschieden die in Zusammenarbeit mit der IHK Bochum und der IHK Lübeck erarbeiteten, besonderen Rechtsvorschriften zur Weiterbildung zum „Meister für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice" (MMKU).
  • Im April 2019 dann reist Jörg Diekmann aus dem hohen Norden der Bundesrepublik in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf, um das Lehrgangsangebot zum „Meister für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice" der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) vorzustellen.

Das müssen Interessierte wissen

Der WAK-Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung „Geprüfte/r Meister/innen Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (IHK)“ ist als so genanntes Blended-Learning-Seminar angelegt – eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von Präsenzzeiten mit abwechslungsreichen digitalen Formen wie Online-Unterricht und Selbstlernphasen vorsieht.

Insgesamt soll in neun Blockwochen gelehrt und gelernt werden: fünf Wochen bis zur ersten Prüfung „Grundlegende Qualifikation“ und weitere vier Wochen später zur zweiten Prüfung „Handlungsspezifische Qualifikation". Für den IHK-Abschluss kann Bildungsurlaub beantragt werden. Die Dauer des Lehrgangs ist auf 600 Stunden angelegt.

Während aller Lernphasen werden die künftigen Meister von erfahrenen Dozentinnen und Dozenten tutoriell begleitet und unterstützt. Dank der Kombination analoger und digitaler Formen können Sie zu jeder Zeit und an jedem Ort selbstbestimmt lernen.

Beginn des Lehrgangs, der auf die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer vorbereiten soll und in Bochum stattfindet, ist der 23. September 2019. Die Kosten betragen 4.790 Euro zzgl. Lehrmittel und Prüfungsgebühren. Die Kosten können mit der Inanspruchnahme des Aufstiegs-Bafögs bis insgesamt etwa 60 Prozent bezuschusst werden.

Für Rückfragen rund ums Thema steht Jörg Diekmann unter der Telefonnummer 0431-3016206 sowie per Email an joerg.diekmann@wak-sh.de zur Verfügung.

 

Wer sich für den Weiterbildungslehrgang MMKU interessiert und Informationen aus erster Hand haben möchte, hat auch auf der Messe Mölo am 5. und 6 September in Essen eine passende Möglichkeit, wenn Jürgen Weihermann und Christian Averbeck (VVWL) mit ihrem Vortrag zum Thema allen Interessierten Rede und Antwort stehen.

FMKU: Azubis werben um Azubis

Nach dem Motto „Eigengewächse sorgen für Nachwuchs“ erstrahlt die Internetseite www.fmku.de in neuem Glanz.

Auf der Onlineplattform, die der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim am Main anbietet, können sich Ausbildungsplatzsuchende jetzt noch leichter über das Berufsbild „Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice informieren und erhalten dort wertvolle Eindrücke aus erster Hand: Um seiner jungen Zielgruppe einen authentischen Blick hinter die Kulissen zu bieten, setzten die Macher von www.fmku.de voll auf „Jungs aus den eigenen Reihen“ statt auf gecastete Laien und Stockfotos. So entstand das komplette Bild- und Videomaterial mit tatkräftiger Unterstützung echter FMKU-Azubis aus den AMÖ-Mitgliedsunternehmen um die J’AMÖ-Vorstandsmitglieder Yvonne Tögel (Gebr. Roggendorf GmbH) und Lukas Brüggemann (Umzug Hitzke GmbH & Co. KG), die ein Foto- und Videoteam in ihrem Alltag begleitet hat. Auch bei der optischen Neuausrichtung haben die Meinungen von aktuellen FMKU-Azubis eine entscheidende Rolle gespielt.

Neben Informationen rund um den Ausbildungsberuf FMKU haben interessierte Besucher auf www.fmku.de außerdem kostenfrei die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz oder eine Praktikumsstelle in einem Unternehmen in ihrer Nähe zu finden.

 

Trauer um Dr. Diether Kraus

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim am Main trauert um Dr. Diether Kraus. Der ehemalige Geschäftsführer und engagierte Vertreter der Belange der Möbelspedition ist am 1. Juli 2019 nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren gestorben.

Von 1984 bis Ende 1994 war Dr. Kraus Geschäftsführer der AMÖ, bereits seit 1974 war er stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes.

Darüber hinaus war Dr. Kraus in der Deutschen Möbeltransportgesellschaft mbH (DMG) seit 1959 tätig, bevor er 1974 Geschäftsführer der DMG wurde. Von 1984 bis 1993 war er zudem auch Geschäftsführer des europäischen Dachverbandes FEDEMAC sowie der Gruppe Internationaler Möbelspediteure (GIM). 

Dr. Kraus genoss im Gewerbe und darüber hinaus aufgrund seiner hohen Sachkenntnis und sein immer faires Verhalten hohes Ansehen und Respekt. Unter anderem als Geschäftsführer der Tarifkommission des Möbel- und Umzugsverkehrs hat er über Jahrzehnte die Konditionen für die Möbelspediteure verhandelt. Im Hinblick auf die 1994 aufgehobene Tarifregelung im Güterverkehr hat er sich bereits sehr frühzeitig um einen für die Unternehmen existenziell wichtigen Übergang von den vorgegebenen Tarifen in die Zeit freier Preise verdient gemacht. So war unter anderem die wesentlich von ihm verantwortete AMÖ-Mittelstandsempfehlung eine wichtige Hilfe, die vielen Unternehmen den Übergang ermöglicht hat.

Die AMÖ und die Möbelspediteure werden Dr. Diether Kraus ein ehrendes Andenken bewahren. Seiner Familie gilt unser tiefes und aufrichtiges Mitgefühl.

Den Fiskus am Umzug beteiligen

Wer umzieht, kann Steuern sparen. Umzugskosten können als haushaltsnahe Dienstleistung, Werbungskosten, Sonderausgaben oder gegebenenfalls auch als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. klärt auf.

 

Haushaltsnahe Dienstleistung

Privatumzüge werden steuerlich in der Regel wie haushaltsnahe Dienstleistungen behandelt. Auf Antrag können dann 20 Prozent von maximal 20.000 Euro geltend gemacht werden – also 4.000 Euro. Dazu muss eine ordnungsgemäße Rechnung des Möbelspediteurs mit Datum, ausgewiesener Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Unternehmens eingereicht werden, bei der die Arbeits- und Transportkosten separat ausgewiesen sind. Kosten für Verpackungsmaterial sind nicht abzugsfähig.

Keine steuerliche Anerkennung bei Barzahlung

„Wichtig ist, dass die Kosten für den Umzug überwiesen werden, was durch den Kontoauszug nachzuweisen ist. Wer seinen Umzug bar bezahlt, kann ihn nicht steuerlich geltend machen“, betont AMÖ-Geschäftsführer Dierk Hochgesang. „Die in der AMÖ organisierten Möbelspediteure machen ihre Kunden aber selbstverständlich darauf aufmerksam.“ Neben den Kosten für den Umzug können zusätzlich noch bis zu 1.200 Euro für Handwerkerleistungen zum Beispiel für das Streichen der neuen Wohnung steuerlich berücksichtigt werden.

Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung

Wer aus beruflichen Gründen umzieht, kann die Kosten in bestimmten Fällen als Werbungskosten geltend machen. Solche Fälle liegen vor, wenn erstmals eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird, beziehungsweise bei einem Wechsel des Arbeitgebers oder einer Versetzung der Weg zur Arbeit unverhältnismäßig wäre oder der Arbeitsweg durch den Umzug stark verkürzt wird.

„Neben den Kosten für die Umzugsspedition können dann noch weitere Werbungskosten sowie Kosten für sonstige Umzugsauslagen geltend gemacht werden“, erklärt Hochgesang. „Deshalb ist es wichtig, alle Rechnungen aufzuheben. Wenn Sie umgezogen sind, weil Sie zum ersten Mal eine Berufsausbildung beginnen, sind die Umzugskosten als Sonderausgaben absetzbar.“ Bei einem Umzug aus gesundheitlichen Gründen, wegen Hochwasser, eines Brandes oder ähnlicher Umstände können die Kosten bei der Steuererklärung gegebenenfalls als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Abschließend erläutert Hochgesang: „In allen Fällen ist es selbstverständlich, dass nur solche Kosten steuerlich berücksichtigt werden können, die tatsächlich entstanden sind. Werden die Kosten vom Arbeitgeber, dem Dienstherrn, einem Amt oder einer Behörde erstattet, können Sie ebenfalls nicht geltend gemacht werden.“

Unser Rat

Erkundigen Sie sich vor Ihrem Umzug bei einem Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder direkt beim Finanzamt, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang Umzugskosten in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

Vertrauen Sie nur dem Umzugsprofi!

Wer ohne Ärger stressfrei umziehen will, sollte sein Hab und Gut ausschließlich Umzugsprofis in die Hände legen! Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim am Main rät deshalb Verbrauchern, ausschließlich mit vertrauenswürdigen Umzugsprofis zusammen zu arbeiten - erkennbar am AMÖ-Qualitätslogo, dem rollenden Känguru.

Umzüge sind eine sehr intime Sache. Wenn fremde Personen Ihre Schränke ausräumen oder Ihre Schätzchen in Kisten packen, müssen Sie diesen Menschen vertrauen. Wer sicher sein will, dass er sich keine unseriöse Firma oder gar Umzugsbetrüger ins Haus holt, achtet deshalb auf ein ganz besonderes Qualitätslogo – das AMÖ-Känguru. Denn nicht alle Anbieter, die sich als Umzugsdienstleister ausgeben, arbeiten auch nach gängigen Qualitätsstandards, was auch ein Test von vier Umzugsunternehmen des ZDF-Verbrauchermagazins WISO im November 2018 bestätigt hat.

Hier sollten Verbraucher stutzig werden:

  • Der Anbieter ist nur per Handy oder Email erreichbar
  • Unvollständige Anbieter-Adresse
  • Angebote werden ohne Mehrwertsteuer erstellt
  • Selbstbeteiligung bei Schäden oder Haftung
  • Ihnen wird ein Pauschalangebot unterbreitet und es soll gleichzeitig „nach Aufwand“ abgerechnet werden.
  • Sonderangebote wie „4 Mann, 1 Lkw, 8 Stunden – für 320 Euro“
  • Es werden horrende Preise bzw. Preissteigerungen für Mehrstunden oder Aufzuggestellung gefordert.
  • Es werden pauschale Zuschläge für Montage, Pflanzentransport oder ähnliches erhoben.

Tipp 1: Angebote auf www.umzug.org einholen

Bevor Sie eine Umzugsdienstleistung in Anspruch nehmen, sollten Sie Angebote bei seriösen Unternehmen einholen. Diese verschaffen sich im Vorfeld einen genauen Überblick über das zu transportierende Umzugsgut und kommen dazu auch beim Kunden zuhause vorbei. Auf dieser Basis erhalten sie ein detailliertes Angebot, das alle Leistungen genau aufschlüsselt. Danach können Verbraucher in Ruhe abwägen, ob das jeweilige Angebot die Leistungen, die sie sich vorstellen, auch verspricht und halten kann. Im Normalfall ist dies deutlich wichtiger als die Frage nach dem Preis.

Tipp 2: Risiko vermeiden- AMÖ_Fachbetrieb wählen

Auf Nummer sicher gehen Verbraucher, wenn Sie mit einem Umzugsunternehmen zusammenarbeiten, das das Zertifikat „anerkannter AMÖ-Fachbetrieb“ des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. vorweisen kann. Die damit ausgezeichneten Unternehmen erfüllen höchste Standards in der Umzugsqualität – von der umfassenden Beratung, über transparente Angebote, bis zum fachmännischen Umzug sowie einer Rechnung, die den Ansprüchen des Finanzamts genügt.

Tipp 3: Achten Sie auf das AMÖ-Känguru

Es schützt Verbraucher vor schwarzen Schafen. Seriöse und vertrauenswürdige Umzugsprofis finden Sie im Internet auf dem kostenlosen und nicht kommerziellen Umzugsportal www.umzug.org.

AMÖ und Möbel Höffner: Verbraucherschutz-Allianz geht in die nächste Runde

Bereits 2017 sind der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und Möbel Höffner eine Allianz für mehr Verbraucherschutz bei Umzügen eingegangen. Jetzt wurde das Bündnis bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V und Möbel Höffner bündeln weiterhin ihre Kräfte und führen ihre gemeinsame Aktion für mehr Verbraucherschutz fort. Dabei sollen die Kunden auch in Zukunft von der Expertise und den hohen Qualitätsansprüchen beider Bündnispartner profitieren.

Die AMÖ vertritt rund 900 Umzugsunternehmen. Möbel Höffner ist eines der führenden Möbelhandelsunternehmen Deutschlands. Die Partnerschaft soll Verbrauchern beim Umzug und beim Möbelkauf ein geprüftes Qualitätsversprechen garantieren. Denn gerade bei Umzügen lauern gewisse Risiken. Verbraucherschutz und Verbraucheraufklärung spielen da eine entscheidende Rolle. Die Partnerschaft zwischen der AMÖ und Möbel Höffner leistet dazu einen nennenswerten Beitrag, schließlich verstehen beide Parteien die Kundenbeziehungen sehr umfassend.

„Weil der Kauf von Möbeln oder Einrichtungsgegenständen oft auch im Zusammenhang mit einem Umzug steht, wollen wir unsere Kunden auch dann kompetent betreut wissen, wenn er unser Möbelhaus bereits verlassen hat“, erklärt Höffner-Geschäftsführer Thomas Dankert.

AMÖ-Geschäftsführer Dierk Hochgesang ergänzt: „Umziehende, die sich an ein Umzugsunternehmen wenden, das im Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. organisiert ist, arbeiten mit zuverlässigen Profis zusammen. Durch die Kooperation mit Möbel Höffner haben wir die Chance, einen großen Verbraucherkreis über die Auswahl eines qualitätsorientierten und leistungsfähigen Umzugsfachmanns zu informieren.“

Im Rahmen der Kooperation erhalten Kunden, die mit einem AMÖ-Fachbetrieb umziehen und von diesem einen entsprechenden Flyer bekommen, 5 Prozent Extrarabatt auf ihren Einkauf bei Möbel Höffner. Im Gegenzug legt Möbel Höffner allen Vertragsabschlussmappen einen Flyer bei, der vor Umzugsbetrug warnt und empfiehlt, sich im Falle eines Umzugs an einen anerkannten AMÖ-Fachbetrieb zu wenden – erkennbar am Qualitätslogo „das rollende Känguru“ als Zeichen für einen professionellen und kundenfreundlichen Umzug.

AMÖ-Zertifikate 2019 verliehen

Rund 680 Umzugsunternehmen haben als „anerkannte AMÖ-Fachbetriebe“ das AMÖ-Zertifikat 2019 des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. erhalten. Die mit dem AMÖ-Zertifikat ausgezeichneten Umzugsunternehmen haben sich zur umfassend hohen Qualität ihrer Dienstleistungen verpflichtet.

Das AMÖ-Zertifikat leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz: Wer mit einem AMÖ-Fachbetrieb umzieht kann das Risiko vermeiden, auf unseriöse Anbieter oder Umzugsbetrüger hereinzufallen.

Die mit dem AMÖ-Zertifikat ausgezeichneten Spediteure verpflichten sich, als ordentlicher Kaufmann zu handeln: Sie beraten gründlich und umfassend und erstellen übersichtliche, detaillierte Angebote sowie Rechnungen. Als Umzugsberater, Transportleiter und Packer werden nur Fachleute mit geeigneter und sicherer Technik und Geräten sowie umweltverträglichen Verpackungsmaterialien eingesetzt. Sollte es dennoch zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Kunden kommen, wirken die Betriebe an einem Einigungsverfahren mit und folgen dem Spruch der Einigungsstelle der AMÖ. Umziehende, die sich an ein AMÖ-Unternehmen wenden, vermeiden damit das Risiko auf Umzugsbetrüger hereinzufallen.

Kontrolle durch Zertifizierungsdienst

Die AMÖ vergibt das Zertifikat seit 30 Jahren an Mitgliedsunternehmen, die zur Selbstverpflichtung und deren Überprüfung bereit sind. Die begleitende Qualitätskontrolle wird von der SVG Zertifizierungsdienst GmbH (SVG Zert) durchgeführt. Sie überprüft jedes Jahr eine repräsentative Anzahl von Unternehmen auf die Einhaltung der Bedingungen. Die Zertifikate enthalten neben Namen und Anschrift des Unternehmens ein Logo mit dem rollenden AMÖ-Känguru und dem Schriftzug „Qualitätskontrolle durch SVG-Zert“ sowie eine individuelle Zertifikatsnummer. Das Zertifikat jeweils wird für das laufende Jahr verliehen.

Kostenlos den Umzugsprofi finden

Die Umzugs- und Transportunternehmen, die das AMÖ-Zertifikat 2019 bekommen haben, sind im Verzeichnis „Ein AMÖ-Spediteur ist immer in Ihrer Nähe“ aufgeführt. Es kann hier heruntergeladen oder als Heft kostenfrei beim Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. unter info@amoe.de sowie telefonisch unter 06190-989813 angefordert werden. Außerdem sind die Unternehmen auf der Webseite www.umzug.org in einer Datenbank hinterlegt. Wer umziehen möchte, kann dort nach einem seriösen Umzugsunternehmen in seiner Nähe suchen. Einfach die Postleitzahl oder den Ort eingeben, fertig!

Starkes Wir-Gefühl in Kassel

Die Jahrestagung in Papenburg ist passé – und hat doch echte Maßstäbe für die Zukunft gesetzt. Die Resonanz auf unsere zweitägige Veranstaltung ist beeindruckend. Dass es ein überdurchschnittlich positives Feedback geben wird, ist allerdings wenig überraschend: Zu gut gelaunt und fröhlich feierten unsere Gäste auf dem AMÖ-Abend, lobten sie den Vortrag am Nachmittag unseres Keynote-Speakers Ibrahim Evsan, sammelten wichtige Infos und neue Anregungen für ihr Unternehmen auf unserem Marktplatz für Möbelspediteure oder waren sie voll und ganz mit dem Hotel und dem hochmotivierten Personal zufrieden.

Was im ersten Anschein zu sehr nach Eigenlob klingen mag lässt sich vielmehr mit breiter Brust verkünden: In unserer nachträglichen Umfrage erklärten sagenhafte 95 Prozent der Teilnehmer, die Jahrestagung habe ihre Erwartungen „voll erfüllt“ oder „erfüllt“. Vier von fünf Teilnehmer gefiel der „Digital ist Jetzt!“ von Evsan „sehr gut“ oder „gut“ – schon im Tagungssaal war während seines Vortrags zur Digitalisierung die Motivation, endlich den Hebel umzulegen und den Wandel einzuleiten, deutlich zu spüren. Erfreulich ebenfalls: Mehr als jeder neunte Befragte findet die Möglichkeit der Kommunikation mit anderen Besuchern „sehr gut“ und „gut“. Um Sie jetzt nicht vollends mit nackten Zahlen zu langweilen: Das Tagungshotel, der Service, die Führung durch die Meyer Werft oder unser AMÖ-Abend erhielten ebenfalls fast ausschließlich Bestbewertungen.

Noch mehr dazu, die stolz geschwellte Brust zu zeigen, trägt die Resonanz unserer Sponsoren bei, denen die außerordentlich positive Stimmung nicht entgangen war. „Die Stimmung im Gewerbe ist erstaunlich gut. Das war auf der AMÖ-Jahrestagung deutlich zu spüren“, sagte etwa Christian Müller (TransPak). Ebenso resümiert Hendrik Streek, mit NeoMetrik ebenfalls ein langjähriger Wegbegleiter der AMÖ: „Uns hat die Jahrestagung einmal mehr sehr gut gefallen. Es ist immer eine tolle Atmosphäre und wir sind gerne im nächsten Jahr wieder dabei.“

Schiffsdock der Extraklasse

Bereits am Vorabend der Jahrestagung waren etliche Teilnehmer angereist und verbrachten auf Einladung des Fahrzeugwerks Bernard KRONE GmbH & Co. KG einen gemütlichen Willkommensabend und knüpften dabei die ersten Neukontakte. Spätestens zum AMÖ-Abend tags drauf, zu dessen Empfang die KRAVAG eingeladen hatte, konnten die Gespräche wieder aufgenommen werden.

Ausgiebig zusammen sitzen, aber nicht zu lange: Für einige Frühanreisende stand schon für den kommenden Morgen etwas ganz Großes auf dem Tagungsprogramm: Mit Bussen, die der GVN/BVN organisierte, ging es in die nur unweit des Tagungshotels entfernte Meyer Werft, vor deren Docks wie für sie bestellt das jüngst getaufte Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ ankerte. 1795 als Holzschiffswerft gegründet, befindet sich die Werft mittlerweile in siebter Generation im Besitz der Familie Meyer. Mitte der 1980er Jahre lief Papenburgs erster Luxusliner, die „Homeric“, vom Stapel. Bis 1987 entstand hier an der Ems eines der weltweit größten überdachten Baudocks. Das zweite, dessen Bauarbeiten 2008 abgeschlossen wurden, misst eine Gesamtlänge von 504 Meter.

Ein Novum der diesjährigen Tagung in Papenburg war der Infomarktplatz für Möbelspediteure. Dabei hatten acht Anbieter aus unterschiedlichsten Fachbereichen die Möglichkeit, sich und ihr Angebot den interessierten Besuchern vorzustellen.

Mit dabei: die Firma Hit/Matthäi, die ihren Kunden vollautomatisierte Hallen baut. „Schon sehr früh haben Möbelspediteure bei den Containerlägern auf innovative Konzepte gesetzt“, schrieb Hit/Matthäi als Vorankündigung in unser Tagungsheft. „Diese Innovation hat jetzt eine neue Stufe erreicht.“ Aussagen, die zurecht neugierig gemacht und eine Vielzahl Interessenten an den Stand gelockt haben. Nur einen Steinwurf entfernt informierte Axel Zain, Würth Leasing über die Möglichkeiten, wie Unternehmer mit Leasingmodellen ihren Fuhrpark immer auf dem aktuellen Stand der Technik halten und gleichzeitig flexibel bleiben.

Während die einen im Hotel Alte Werft den Infomarktplatz für Möbelspediteure besuchten, machte sich eine gut 30-köpfige Reisegruppe zu einem Stadtbesuch ins ostfriesische Leer auf. Dabei standen der Besuch einer ostfriesischen Teestube eine Hafenrundfahrt und eine Erkundungstour durch die Gässchen der Leeraner Altstadt auf dem Programm.

Auch der Freitagmorgen stand im Zeichen einer Stadterkundung, nur das bei dem Schlenderspaziergang parallel zur Delegiertenversammlung bei durchwachsenem Wetter der Stadtführer, übrigens ein waschechtes Nordlicht, nicht in ein Städtchen in Ostfriesland, sondern das weltbekannte „Venedig des Nordens“ Papenburg führte.

Klare Worte des AMÖ-Präsidenten

Die Geschlossenheit, die die Feiernden noch am AMÖ-Abend wenige Stunden zuvor demonstrierten und zelebrierten, ließen die Abgesandten zur Delegiertenversammlung nicht missen: Noch bevor es für einige von ihnen am Nachmittag auf die von KRONE angemietete Teststrecke zum Lang-Lkw-Fahren ging, beschlossen sie einstimmig unter anderem die Erhebung einer zweckgebundenen Sonderumlage für Marketingzwecke. Die Mittel sollen gezielt etwa zur Optimierung der Seite www.umzug.org, der Weiterentwicklung der Social-Media-Aktivitäten des Bundesverbandes und der Produktion von Videoclips eingesetzt werden.

Zuvor hatte AMÖ-Präsident Frank Schäfer in seiner Eröffnungsrede klare Worte an die Öffentlichkeit und die Bundesregierung gerichtet. Beispiel Mautausweitung und Mautbefreiung: „Die Einschätzung der Bundesregierung, dass die Mautausweitung keine Auswirkungen auf die Preise haben wird, teilen wir nicht. Mehr als zwei Milliarden Euro müssen von irgendjemandem aufgebracht werden“, sagte Schäfer. Letztlich würden sich die Zusatzkosten der Maut in irgendeiner Art und Weise beim Verbraucher wiederfinden, was „am Ende eine Mehrbelastung von rund 25 Euro im Jahr für jeden Bürger vom Säugling bis zum Greis bedeutet“.

Beispiel Abbiegeassistent: „Wir unterstützen alles, was die Sicherheit im Verkehr erhöht. Wir unterstützen deswegen sehr gerne und mit Überzeugung die ‚Aktion Abbiegeassistent‘ des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU).“ Allerdings müsse sehr schnell Klarheit her, welche Systeme den Anforderungen entsprechen. „Wir benötigen allerdings begleitend auch eine Kampagne, mit der die Radfahrer angehalten werden, sich ihrerseits ebenso an die Verkehrsregeln zu halten“, betonte Schäfer.

Beispiel Personal: Auch hier drückt der Schuh gewaltig – nicht nur bei den Möbelspediteuren. Soziale Dienste, Pflege, Gastronomie, das Handwerk und viele weitere Bereiche der Wirtschaft stehen auf der Liste. Berechnungen zufolge führe der Personalmangel zu einem verringerten Wirtschaftswachstum von mehr als 30 Milliarden Euro. „Wir begrüßen deswegen, dass mit einem Einwanderungsgesetz qualifizierte Kräfte gewonnen werden sollen. Die neuen Fördertöpfe für die Förderung von Langzeitarbeitslosen sehen wir dagegen skeptisch“, sagte der AMÖ-Präsident mit Blick auf ähnliche Probleme in der Vergangenheit, als es zu Verwerfungen durch übergeförderte Beschäftigungsverhältnisse kam. Schäfer: „Wenn durch einen neu geschaffenen, geförderten Arbeitsmarkt die Arbeitsplätze im regulären Arbeitsmarkt gefährdet werden, ist niemandem gedient.“ Daher müsse die Frage gestellt werden, weshalb nicht etwa diejenigen Migranten dauerhaft bleiben dürfen, die Einsatz zeigen und eine Ausbildung machen. Weder für Unternehmer, noch für diese Menschen sei es nachvollziehbar, dass ausgerechnet die Engagierten und Motivierten, die sich dazu unserem Gesellschaftssystem anpassen wollen, dann ausgewiesen würden. „Wenn man Zeichen setzen will, kann man es genau in diesem Punkt.“

Besuch vom Staatssekretär

Hoher Besuch aus den Reihen des Bundesverkehrsministeriums kam in Person von Dr. Gerhard Schulz nach Papenburg. Der Staatssekretär nahm in seiner Ansprache manchen von Schäfer zugespielten Ball auf und stand anschließend zu aktuellen Themen der Verkehrspolitik Rede und Antwort.

Dessen Teilnahme hing trotz Zusage lange in der Schwebe. Eigentlich war geplant, dass Schulz kurzfristig nach Indien reist, um dort das Bundesverkehrsministerium zu vertreten. Dass er die Möbelspediteure vorgezogen habe, sei ein wichtiges Signal, denn „bei aller Wichtigkeit guter internationaler Beziehungen ist es allerdings natürlich auch so, dass nun nicht gerade am Ganges, sondern hier diejenigen versammelt sind, die von der deutschen Verkehrspolitik unmittelbar betroffen sind“, betonte Schäfer.

Seinen Dank richtete Schulz an die Verbände der Straßenverkehrswirtschaft, die die Ausweitung der Nutzerfinanzierung der Infrastruktur unterstützt haben. Die Regierung, sagte er, fühle sich an die Zusage der Mautharmonisierung weiterhin uneingeschränkt gebunden. Außerdem sprach er sich strikt gegen emissionsbedingte Fahrverbote aus, wie sie jüngst in Frankfurt/Main Thema wurden. Anstelle von Fahrzeugen, die gelegentliche Pendelverkehre durchführten, müssten insbesondere diejenigen nachgerüstet werden, die permanent fahren, wie etwa städtische Entsorgungs- und Personenverkehrsfahrzeuge. Eine Aussage, die VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu nicht unkommentiert lassen wollte. Es müsse dringend verhindert werden, gab er Staatssekretär Schulz mit auf den Weg, dass ein föderaler Flickenteppich entstünde, weil in den einzelnen Kommunen unterschiedlichen Regelungen zugelassen würden.

Bei all dem positiven Feedback bleibt noch festzuhalten, dass ohne Sponsoren eine Veranstaltung dieser Art nur schwer alleine zu stemmen wäre. Wir bedanken uns deshalb ganz herzlich bei unseren Hauptsponsoren, der Fahrzeugwerk Bernard KRONE GmbH & Co. KG und Mercedes-Benz, sowie bei unseren Sponsoren Denkpark GmbH (moverscan), der KRAVAG, HIT/Matthäi, NeoMetrik GmbH, RoldoRent GmbH, TransPak AG sowie dem Gesamtverkehrsgewerbe Niedersachen e.V. (GVN) und dem Bildungswerk Verkehrsgewerbe Niedersachen e.V. (BVN). Wir freuen uns, wenn wir auch 2019 in Essen, dann auf der Messe MöLo, wieder mit Ihnen als Partner gemeinsam tagen und feiern können!